Bietergefechte für das Lerncafé

Bietighiem-Bissingens Oberbürgermeister Jürgen Kessing fungierte bei der Kunstauktion als Auktionator. © Foto: Helmut Pangerl

 

Bietigheimer Zeitung vom 20. Dezember 2018

 

 

Es gab schon viele ganz unterschiedliche Veranstaltungen im Foyer des Lichtenstern-Gymnasiums, aber eine Kunstauktion wie am vergangenen Samstag war dann doch etwas ganz Neues.

 

Kessing als Auktionator

 

Der Sachsenheimer Schulleiter Reinhart Gronbach hatte die Idee einer Kunstauktion zu Gunsten des Lerncafés am Lichtenstern-Gymnasium. Als Auktionator konnte Jürgen Kessing gewonnen werden, der den Auktionshammer schon in Bietigheim erfolgreich geschwungen hatte. Aus der Lehrerschaft heraus entstand ein Auktionskatalog und mit Schülerinnen und Schülern wurden die Bilder für die Versteigerung vorbereitet. Viele pfiffige Ideen kamen zusammen, um an der Schule im Park echtes Auktionsfeeling entstehen zu lassen.

 

An die 100 Interessierten hatten sich im Schulfoyer eingefunden, als der Bietigheimer OB das Procedere erklärte. Es sei Zeit, sein Pokerface aufzusetzen und jedes Zucken würde als Gebot gewertet, so Kessing. Zu diesem Zeitpunkt stand die Anspannung nicht nur Schulleiter Reinhart Gronbach und seinen Mitarbeitern ins Gesicht geschrieben. Der erste Hammerschlag war wie ein Befreiungsschlag, denn anfangs kamen die Gebote noch zögerlich, aber dann nahm die Auktion Fahrt auf. Auktionator Kessing gelang es wortreich und mit Witz die anwesenden Kunstfreunde aus der Reserve zu locken. Beim ein oder anderen Bild kam es zu regelrechten Bietergefechten. Immer wieder lieferten sich die Anwesenden ein Kopf-an-Kopf-Rennen um ein Werk, sei es das „Selbstbildnis mit Enkelkind“ von Otto Dix oder „Akzentpassage“ von Max Ackermann. Zahlreiche Bilder konnten so weit über dem Limit versteigert werden.

 

Die Bilder und Grafiken selbst wurden von Künstlern selbst und Spendern aus der Region zur Verfügung gestellt, die die Idee des Lerncafés am Lichtenstern-Gymnasium gerne fördern.

 

Lerncafé für Schüler

 

Das Lerncafé soll im denkmalgeschützten Internatsgebäude als Aufenthaltsraum und Coworking Space für die Oberstufenschüler entstehen. Das ehemalige Internat gestaltet die Schule zukünftig als Studienhaus für die Kursstufe um. In den pädagogischen Überlegungen spielt dabei das Lerncafé eine wichtige Rolle und soll eine motivierende Lernumgebung zum Selbststudium ebenso wie zum gemeinschaftlichen Lernen bieten.

 

Abschließend stellten alle Beteiligten zufrieden fest, dass die Versteigerung für Schüler, Lehrer und Mitarbeiter ein spannendes Erlebnis war und dass sie die Vision vom Lerncafé ihrer Realisierung ein schönes Stück näherbrachte.

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