Die beste Seite der Schule

Beim Tag der offenen Tür im Lichtenstern-Gymnasium in Sachsenheim gab es viele Angebote für die Besucher, zum Beispiel auch im Fach Biologie, die gut ankamen. © Foto: Martin Kalb

Bietigheimer Zeitung vom 18. Februar 2019 von Yasina Hipp

 

Afrikanische Töne vom Cajon, Musik von der Big Band und Jazz-Musik von einer dreiköpfigen Schülerband eröffneten den Tag im Lichtenstern-Gymnasium. Schulleiter Reinhart Gronbach begrüßte alle anwesenden Gäste zum Tag der offenen Tür. Von 10 bis 13 Uhr war im Sachsenheimer Gymnasium allerlei geboten.

 

Sehr viele junge Familien

 

Viele Klassenzimmer und weitere Räume wurden genutzt, um Schulfächer und Neigungsgruppen vorzustellen. Von Beginn an waren sehr viele junge Familien vor Ort, um sich ein Bild von der Schule zu machen. Ab 11 Uhr bestand nämlich auch die Möglichkeit, direkt einen Termin für ein Aufnahmegespräch auszumachen. Schon früh bildete sich eine lange Schlange von Eltern, die ihr Kind gerne auf dem Lichtenstern-Gymnasium anmelden würden. „In den letzten Jahren waren es immer zirka 120 bis 130 Bewerber. Wir können aber leider auch in diesem Jahr nicht alle aufnehmen, wir haben für das neue Schuljahr eine Kapazität von 84 neuen Schülern“, so Gronbach. „Wir können den Eltern und auch den Schülern einiges bieten“, meinte der Schulleiter, „von einem schönen Gelände mit modernen Gebäuden, bis hin zu einem sehr ansprechenden Ganztagesangebot.“

 

 

Schon seit 1913 ist das alte Internat ein Schulstandort. In den letzten 106 Jahren hat sich viel getan in der Schule. Vor allem das Ganztagesangebot und die drei Profilzüge haben das Schulleben verändert. Reinhart Gronbach ist seit 2005 Schulleiter: „Als ich hier angefangen habe, waren es noch 250 Schüler. Heute sind es schon 564. Auch das Kollegium hat sich mehr als verdoppelt, von 20 auf 50 Mitarbeiter.“ Man müsse sich als Schule immer weiterentwickeln. Dazu gehöre, so Gronbach, die Hardware, also die Gebäude mit ihrer Ausstattung und auch die pädagogische Software. „Wir sind ein sehr innovatives Gymnasium, gerade mit unseren drei Zügen, der Ökonomie, Technik und Kunst“, sagte der Schulleiter. Nachdem im Internat inzwischen keine Schüler mehr wohnen, wird das alte Schloss in ein Studienkolleg für die Kursstufe umgebaut.

 

Außerschulisches Engagement

 

Gronbach freute sich am Tag der offenen Tür vor allem über sein Kollegium: „Alle Kollegen hier sind sehr engagiert und heute sind auch alle da und helfen mit. Unsere Schule lebt nämlich auch vor allem vom außerschulischen Engagement und da machen die Lehrer einen wichtigen Teil aus.“

 

Für die neuen, jungen Schüler gab es in jedem Klassenzimmer fachspezifisch etwas zu entdecken. Im Raum der NwT stellten die siebte und neunte Klasse ihre eigens programmierten 3D-Drucker und selbst gebaute Steuerungstechnik vor, im neu gebauten Forum konnten die Besucher sich im Technikraum ein Tangram-Spiel aus Holz bauen und im Raum der Stille richtete die Fachschaft Religion einen gemütlichen Ort ein. Zusätzlich organisierten die Schüler einen Flohmarkt und in der Sporthalle ließ eine AG ihre Saalflieger steigen. „Wir erweitern unsere Dreizügigkeit jedes Jahr, indem wir eine neue Schulklasse mit hinzunehmen“, so Schulleiter Gronbach, „somit sind wir dann bald 600 Schüler.“