04.08.2021

Auf der Jagd nach dem Müll

in: Vaihinger Kreiszeitung vom 02. August 2021

 

Erstmals eine Green Week für Nachhaltigkeit und Gemeinsinn am Lichtenstern-Gymnasium in Sachsenheim. Möglichst viele Schüler mit dem Rad in die Schule. Vegetarische Ernährung am zweiten Aktionstag.

 

„Wir müssen etwas für die Schulgemeinschaft tun, die hat in diesem Schuljahr besonders gelitten,“ waren sich die Schülersprecher Marlene Bauer und Paul Metz, das übrige SMV-Team und die Verbindungslehrer am Lichtenstern-Gymnasium in Sachsenheim einig. Mit ihrer Idee einer Green Week stießen die SMV-Macher bei Schulleiter Reinhart Gronbach auf offene Ohren. Die Planung konnte beginnen und am Ende stand eine Woche, die mit einem geistlichen Impuls über die „Bewahrung der Schöpfung“ begann und an deren Ende ein eindeutig positives Fazit stand.
 

Zunächst wurden in jeder Klasse Ziele formuliert und gesammelt, welchen Beitrag jeder einzelne in dieser Green Week für Klimaschutz und Nachhaltigkeit erbringen wollte. Der zweite Aktionstag stand dann ganz im Zeichen vegetarischer Ernährung, denn das ist den Jugendlichen klar: Unsere auf den Verzehr von Fleischprodukten fixierte Ernährung ist klimaschädlich. Auch zur Beachtung des Tierwohls sollte weniger und wenn, dann hochwertigeres Fleisch konsumiert werden.
 

Klimaschutz und Nachhaltigkeit

Mit dem LGS-Bike-Day war bereits Halbzeit in der Themenwoche erreicht. Ziel war es, dass möglichst viele Schülerinnen und Schüler die Schule mit dem Fahrrad besuchten. Leider war der Mittwoch ein regnerischer Schultag, sodass weniger radelnde Schüler als erhofft per Pedalkraft an ihr Lichtenstern-Gymnasium kamen. Oberstufenschüler und Lehrer hatten hierzu extra „Fahrgemeinschaften“ aus den umliegenden Ortschaften organisiert, denen sich Schülerinnen und Schüler anschließen konnten, denen die Radrouten an das Lichtenstern-Gymnasium nicht so vertraut waren. Ob aus Löchgau, Besigheim, Bissingen, Unterriexingen oder Hohenhalsach – zahlreiche Radelgruppen folgten der Aufforderung, doch hätte dieser Aktion stabiler Sonnenschein sicher gutgetan.
 

Tag vier stand ganz im Zeichen des Mülls. Schulleiter Reinhart Gronbach hatte Bürgermeister Holger Albrich umgehend auf seiner Seite, als es darum ging, eine Gemarkungsputzete zu organisieren. Nicole Toussaint-Prella vom Sachsenheimer Bauhof wies 14 Müllsammelbezirke in Sachsenheim aus und stellte Müllzangen und Müllsäcke zur Verfügung. Markröningen und Bietigheim stellten zusätzliche Zangen bereit und so konnten fast alle Klassen an der Putzete mitwirken. Teilweise waren vier bis fünf Klassen parallel in und um Sachsenheim unterwegs, um die Gemeinde vom Unrat zu befreien. Viel Kleinkram sammelte sich im Laufe des Tages. Papierreste und Zigarrettenkippen machten die Jagd nach dem Müll beschwerlich. Zum Glück war wenigstens auch ein alter Reifen dabei. Wie eine Trophäe deponierte der Kleinsachsenheimer Zehntklässler Karl Buch sein Prachtexemplar aus Gummi beim nächsten öffentlichen Müllbehälter, wo er mit all den anderen Müllsäcken von den Mitarbeitern des Bauhofes eingesammelt wurde.
 

Der gelungenen Müllaktion folgte am abschließenden Freitag eine Reflexion über die zurückliegende Green Week. Und dabei kamen SMV und Schulleitung zu dem Schluss, dass mit einer Green Week das Bildungsplanziel „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ einen praktischen Impuls erfährt, der im kommenden Schuljahr auf alle Fälle wiederholt werden sollte.
 

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