18.03.2021

Der Schüler-Kreuzweg 2021 am Evangelischen Lichtenstern-Gymnasium Sachsenheim

Eröffnung 

 

Herzlich willkommen bei dem Kreuzweg des Evangelischen Lichtenstern- Gymnasiums 2021, den die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9a gestaltet haben. Die ausgestellten Bilder wurden von Caroline Ulmar aus unserer Kursstufe 2 erstellt.  

In den folgenden acht Stationen laden wir Sie ein, den Leidensweg Jesu und seine Auferstehung neu zu erleben. Wir Schüler möchten Ihnen dazu unsere Gedanken zu den Bildern und Bibeltexten weitergeben.   

Die gestellten Fragen können Sie dabei zum Nachdenken anregen.    

Durch das Übertragen des Kreuzweges auf unser Leben können wir uns Jesus als Vorbild nehmen, da auch wir bisweilen schwierige Wege zu bewältigen haben und Jesus uns zeigt, wie man mit diesen Situationen umgehen kann.   

Wir danken Caroline Ulmar sehr herzlich für das Malen der Bilder.

 

Wir wünschen ihnen gute und bereichernde Gedanken bei unserem Kreuzweg.

 

Caroline Ulmar
Bilder: Silke Gairing.

Station 1: Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schultern

Zur Vergrößerung Bild anklicken.

Er trug selber das Kreuz und ging hinaus zur Stätte, die da heißt Schädelstätte, auf Hebräisch Golgatha. 

Johannes 19,17 

 

 

Gedanken zum Bild: 

 

Ein kleines Boot auf dem großen Meer, welches kurz davor steht in einen heftigen Sturm zu fahren und in Not zu geraten. Durch diesen Größenunterschied ist zu erkennen, dass das kleine Boot machtlos gegenüber dem Meer und dem gewaltigen Sturm ist. Der aufkommende Sturm symbolisiert das Leid, das auf Jesus zukommt. Er weiß schon, dass er sterben wird, aber kann nichts dagegen machen. Jesus nimmt die Kreuzeslast auf sich und bereitet sich auf seinen schweren Leidensweg vor. Dafür steht das schwerbepackte Schiff. Mit all der Last zieht es mit den Sorgen, der Einsamkeit und der Angst in das weite Meer. Diesen Weg muss Jesus aber nicht allein antreten, denn Gott, sein Vater, ist bei ihm. Deshalb ist der Sturm hell abgebildet. 

 

 

Impulse und Fragen: 

 

  • Wie würden Sie sich in dieser Situation fühlen? 

  • Woher nimmt Jesus die Kraft, um dies alles zu ertragen? 

  • Was wären Ihre Gedanken? 

  • Könnten Sie, obwohl Sie wissen, dass Sie bald sterben werden, das Kreuz tragen? 

 

 

Gedicht:  

 

Gott - mit Füßen getreten, 

mit Füßen von damals, 

mit Füßen von heute - dieselbe Welt - derselbe Gott. 

Und Gott hält durch. Vergebung bricht sich Bahn  

Andreas Malessa 

 

 

Gebet: 

 

Guter Gott im Himmel, 

Hilf uns keine Angst vor der Zukunft zu haben, 

denn du machst uns stark, 

du hilfst uns und leitest uns mit deiner siegreichenden Hand, 

du wirst uns mit deinem Segen sicher leiten. 

Amen

 

Station 2: Jesus wird verspottet

Zur Vergrößerung Bild anklicken.

Da nahmen die Kriegsknechte des Landpflegers Jesus zu sich in das Richthaus und sammelten über ihn die ganze Schar und zogen ihn aus und legten ihm einen Purpurmantel an und flochten eine Dornenkrone und setzten sie auf sein Haupt und ein Rohr in seine rechte Hand und beugten die Kniee vor ihm und verspotteten ihn und sprachen: Gegrüßet seist du, der Juden König!  und spieen ihn an und nahmen das Rohr und schlugen damit sein Haupt. Und da sie ihn verspottet hatten, zogen sie ihm seine Kleider an und führten ihn hin, dass sie ihn kreuzigten.  

Matthäus 27,27-31 

 

 

Gedanken zum Bild: 

 

Jesus wirkt innerlich zerstört, lässt sich beschimpfen und verspotten. Auf diesem Bild wird das Leiden von Jesus vor der Kreuzigung dargestellt. Der Leere Raum, in dem sich Jesus befindet, steht für die Verlassenheit und innere Leere Jesu. Doch dieser wird durch den Hass und die Schadenfreude der Menschen umhüllt. Die Bedrohlichkeit der Menschen wird durch die schwarze Farbe und die bedrohlichen Gesichter der Menschen übermittelt. Außerdem ist zu erkennen, dass die düsteren Gestalten, Jesus demütigen, schlagen und bloßstellen. 

 

Doch, auch wenn die Menschen Jesus gegenüber, voller Hass auftreten, liebt Jesus sie alle und spricht ihnen Mut zu. 

 

 

Impulse und Fragen: 

  • Mussten Sie schon einmal eine schwere Entscheidung treffen, bei der alle auf Sie eingeredet haben? 

 

 

Lied:

 

Für mich gingst du nach Golgatha,  

für mich hast du das Kreuz getragen,   

für mich ertrugst du Spott und Hohn,  

für mich hast du dich lassen schlagen. 

Herr deine Liebe ist so groß, dass ich sie nie begreifen kann,  

doch danken will ich dir dafür.  

Herr deine Liebe ist so groß, dass ich sie nie begreifen kann.  

Ich bete dich an. 

Margret Birkenfeld 

 

 

Gebet:

 

Jesus du nahmst Hass und Verspottung auf dich, ohne dich zu wehren und zu beklagen. Trotz, dass du Gottes Sohn bist und unschuldig warst, musstest du so leiden und unendlich schwere Lasten tragen. So hilf uns an jedem einzelnen Tag unsere Lasten und Ängste zu bewältigen und behüte uns auf all unseren Wegen. 

Amen

 

Station 3: Jesus begegnet seiner Mutter

Zur Vergrößerung Bild anklicken.

Und Simeon segnete sie und sprach zu Maria, seiner Mutter: Siehe, dieser ist gesetzt zum Fall und zum Aufstehen für viele in Israel und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird und auch durch deine Seele wird ein Schwert dringen, damit vieler Herzen Gedanken offenbart werde. Und er ging mit ihnen hinab und kam nach Nazareth und war ihnen Untertan. Und seine Mutter behielt alle diese Worte in ihrem Herzen.  

Lukas 2,34-35+51 

 

 

Gedanken zum Bild: 

 

Jesu Mutter Maria - voller Schmerz und voller Hilflosigkeit nach oben blickend, auf Gott hoffend. Sie muss tatenlos zusehen, wie ihr Sohn Jesus seinen Gang zum Kreuz geht. Doch sie muss auf Gott vertrauen, dass er sie trägt. 

In diesem Bild werden sehr viele Emotionen dargestellt. Maria scheint durch ihr verzerrtes Gesicht bis ins Tiefste ihrer Seele mit ihrem Sohn mitzuleiden. Ihr dringt ein Schwert durch die Seele. Der Schock und der Schmerz werden dadurch verstärkt, dass der Moment, vor dem sie sich fürchtet, seit sie erfuhr, dass ihr geliebter Sohn sterben muss nun gekommen ist, - das Gefühl, welches sie auffrisst, ist stärker denn je. Auch durch die Farbwahl wird ihr inneres Chaos widergespiegelt, wodurch sie sehr verletzlich wirkt, wie nie zuvor in ihrem Leben. 

 

 

Impulse und Fragen: 

 

  • Wie konnte sie es ertragen, nichts gegen das Leid ihres Sohnes tun zu können? 

  • Hatte sie Schuldgefühle, dass sie ihren Sohn vor diesem Leid nicht bewahren konnte? 

  • Welche Gefühle wurden in ihr gegenüber Jesu Peinigern geweckt? 

  • Wie hätten Sie sich in Marias Situation verhalten? 

 

 

Lied: 

 

Maria wusstest du, 

dass dein neugeborener Sohn 

der Herr der ganzen Schöpfung ist; 

dass dein neugeborener Sohn 

eines Tages die Völker regieren würde? 

Wusstest du, 

dass dein neugeborener Sohn 

des Himmels vollendetes (Opfer-) Lamm ist; 

dass dies schlafende Kind, das du hältst, 

der große "Ich bin" ist? 

www.songtexte.com/uebersetzung/pentatonix/mary-did-you-know-deutsch-1bd61990.html (08.03.21) 

 

 

Gebet: 

 

Guter Gott, du selbst weißt genau, wie sich Leid anfühlt. Du schicktest deinen eigenen Sohn, damit wir durch seinen Tod errettet werden. Du verstehst all unsere Sorgen, all unsere Ängste, da du auch einmal erlebtest, was Leid und Einsamkeit bedeutet, als du ein hilfloser Mensch warst. Doch trotzdem nahmst du den schweren Weg auf dich, um uns alle zu erretten. Das zeigt, wie sehr du uns liebst, und dafür- Herr- danken wir dir. Hilf, dass wir auch so selbstlos und herzensgroß handeln können wie du und stärke uns, wie du auch Maria den Rücken gestärkt hast, als sie hilflos, verzweifelt und gebrochen war. 

Amen 

 

Station 4: Simon von Kyrene hilft Jesus das Kreuz zu tragen

Zur Vergrößerung Bild anklicken.

Und als sie ihn abführten, ergriffen sie einen Mann, Simon von Kyrene, der vom Feld kam, und legten das Kreuz auf ihn, dass er´s Jesus nachtrüge. 

Lukas 23,26 

 

 

Gedanken zum Bild: 

 

Auf dem Bild ist Simon von Kyrene zu sehen, der den zusammenbrechenden Jesus stützt. Aber der Gesichtsausdruck von Simon zeigt, dass er in einer gewissen Weise nicht wirklich etwas mit der Sache zu tun haben will. Er wurde gezwungen das Kreuz zu tragen. Der leere und nach oben gerichtete Blick von Jesus zeigt die vollkommene Erschöpfung und das Leid, das Jesus ertragen muss. Außerdem sucht Jesus Hilfe bei seinem Vater im Himmel. 

Obwohl die Hilfe Simon von Kyrenes erzwungen wurde, geht es um das große Ganze, nämlich jemanden zu helfen, Leid und Schmerzen auszuhalten. 

 

 

Impulse und Fragen: 

 

  • Sehen Sie die Not und das Leiden von Fremden? 

  • Haben Sie schon mal jemand Fremdes in einer schwierigen Situation geholfen und wie haben Sie sich dabei gefühlt? 

  • Machen Sie einen Unterschied zwischen Menschen, die Sie unterstützen? 

 

 

Lied:  

 

Selig, wem Christus auf dem Weg begegnet, um ihn zu rufen, alles zu verlassen, sein Kreuz zu tragen und in seiner Kirche für ihn zu wirken. 

Bei ihm ist Christus, stärkt ihn in der Wüste, schenkt ihm durch Leiden Anteil an der Freude. Und seine Jünger spüren Christi Liebe in seiner Nähe..   
 

Ev. GB, Nr. 275  

 

 

Gebet: 

 

Jesus, hilf allen ihre Lasten zu tragen, so wie Simon von Kyrene dir geholfen hat das Kreuz zu tragen. 

Jesus mache aller Augen klar, um zu erkennen, wenn jemand Hilfe benötigt. 

Jesus gib allen Kraft, zu helfen, wenn jemand Hilfe braucht.

Amen 

 

Station 5: Jesus begegnet den weinenden Frauen

Zur Vergrößerung Bild anklicken.

Es folgten ihm Frauen, die um ihn klagten und weinten.  
Jesus sagte zu ihnen: Ihr Frauen von Jerusalem, weint nicht über mich,  
weint über euch und eure Kinder. 

Lukas 23,28 

 

 

Gedanken zum Bild: 

 

Durch die Leere im Bild wird verdeutlicht, dass die Frau trauert und sich von Allem zurückzieht. Es zeigt die Einsamkeit und die Verzweiflung nichts tun zu können, da sie Jesus seinem Schicksal überlassen muss. Die düsteren und kalten Farben lassen die Frau verlassen und leer wirken. Als ob sie schon aufgegeben und keine Hoffnung mehr hat. Die Traurigkeit über Jesu bevorstehenden Tod wird dadurch sichtbar.  

Auch für die Außenstehenden, die das Leid Jesu miterleben, ist es kein schöner Anblick. Zu sehen wie andere schon aufgegeben haben und sich verschließen, lässt einen über den Sinn der eigenen Hoffnung nachdenken. Man hat das Gefühl in die Finsternis der Verzweiflung eingesogen zu werden, ohne etwas dagegen tun zu können. 

 

 

Impulse und Fragen:

 

  • Können Sie die Situation der Frauen nachvollziehen? 

  • Gibt es Menschen in ihrem Umfeld, denen Sie in ihrem Leid beistehen können? 

  • Wodurch könnten Sie trauernden und verzweifelten Menschen Trost zusprechen?  

 

 

Lied:

 

Ich bin bei Dir, 

Kein Augenblick bist Du allein! 

Vertraue mir, 

dann kehrt in Dir bald Ruhe ein! 

Wirf zu mir her, 

was Dich beschwert und was Dich lähmt. 

Ich bin Dein Gott! 

Der Dich und Deine Nöte kennt. 

Udo Zimmermann 

 

 

Gebet: 

 

Herr Jesus Christus, lass uns nicht wegsehen, wenn jemand neben uns leidet, sondern gib uns Tränen, um sie mit ihm zu weinen, gib uns Worte der Klage, um sie mit ihm zu schreien zu Dir hin. 

Amen 

 

Station 6: Jesus wird an das Kreuz genagelt

Zur Vergrößerung Bild anklicken.

Und als sie kamen an die Stätte, die da heißt Schädelstätte, kreuzigten sie ihn dort und die Übeltäter mit ihm, einen zur Rechten und einen zur Linken. Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun! 

Lukas 23, 33 

 

 

Gedanken zum Bild: 

 

Das Bild mag einen brutalen Anschein erwecken. Es wird dadurch verdeutlicht, welches Leid Jesus für uns durchgemacht hat.  

Vor allem durch Jesu blutenden Oberkörper und seine verkrampfte Hand wird dies bildlich hervorgehoben.   

Die schwarzen Schatten um seinen Körper herum zeigen, dass der Tod Besitz von ihm ergriffen hat.   

Jesus Todesschrei: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ zeigt, dass Jesus sich sehr einsam und allein fühlt. Gott ist allerdings auch in dieser qualvollen Situation noch bei ihm und hat ihn nicht verlassen. 

 

 

Impulse und Fragen: 

 

  • Wie weit würden Sie für Ihren Glauben gehen? 

  • Was wären Ihre Gedanken als Zuschauer während der Kreuzigung gewesen? 

  • Seien Sie sich gewiss, Gott ist auch in den dunkelsten Stunden ihres Lebens bei Ihnen.  

 

 

Gedicht:  

 

Dort am Kreuz hat Jesus erduldet, was wir haben verschuldet. 

Ohne zu klagen, hat er alles ertragen. 

Jesus wurde am Kreuz verflucht, aber er hat nie das Seinige gesucht. 

Jesus ertrug der Menschen Schlechtigkeit und erwarb uns somit Gerechtigkeit. 

Ohne Murren erlitt er die Marter, nun sitzt er zur Rechten des Vaters. 

So offenbarte sich die Liebe in Person in Gottes eingeborenen Sohn. 

Und wir dürfen heute seiner gedenken, er will uns ewiges Leben schenken. 

Andreas Schomburg 

 

 

Gebet: 

 

Guter Gott, wir sehen auf das Kreuz deines Sohnes und denken an alles Leiden dieser Welt, an Not und qualvolles Sterben, an mit dem Coronavirus infizierte Menschen in der ganzen Welt, an Schmerzen und Tränen, an Bosheit und Gleichgültigkeit, an Egoismus und Ungerechtigkeit, an Folgen von Krieg und Gewalt, an Opfer und Täter. 

„Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ – im Todesschrei deines Sohnes sammelt sich die Verzweiflung aller leidenden Menschen. 

Die Angst macht uns hilflos, doch das Wissen, dass Jesus für uns am Kreuz gestorben ist, lässt uns Kraft schöpfen und an dich und deine Liebe glauben.   

Großer Gott, lass uns ein Zeuge deiner Liebe sein. Hilf uns durch schwere Zeiten wie diese. 

Amen 

 

Station 7: Jesus wird ins Grab gelegt

Zur Vergrößerung Bild anklicken.

An dem Ort, wo man ihn gekreuzigt hatte war ein Garten, und in dem Garten war ein neues Grab. Dort setzten sie Jesus bei. 

Johannes 19, 41-42 

 

 

Gedanken zum Bild: 

 

Nach der qualvollen Kreuzigung Jesu, wird er von Männern in ein Grab gelegt. Mitten in eine kalte, steinige Höhle, ohne Licht. Auf dem Bild scheint es so, als hätte Jesus seinen inneren Frieden mit Gott gefunden und ist nun von all seinen Schmerzen befreit.  

Für Jesus waren es lange, qualvolle und schmerzhafte Stunden der Folter, doch jetzt ist er tot und wird nun von all dem erlöst. Vieles hat er mitgemacht. Von Judas, seinem Jünger, wurde er verraten und von seinem Vater (Gott) fühlte er sich verlassen, obwohl dieser immer bei ihm war. 

Der Lichtstrahl, welcher auf Jesu Gesicht fällt, weist schon auf die bevorstehende Auferstehung hin. Diese bedeutet für viele Menschen Hoffnung auf ein Leben über den Tod hinaus. 

 

 

Impulse und Fragen: 

 

  • Was bewirkt diese Szene in Ihnen? 

  • Welche Vorstellung haben Sie über den Tod? 

 

 

Lied:

 

It´s been a long day without you, my Friend. 

And I´ll tell you all about it when I see you again. 

We´ve come a long way from where we began. 

Oh, I´ll tell you all about it when I see you again. 

When I see you again… 

 

Es war ein langer Tag ohne Dich, mein Freund. 

Ich werde Dir alles darüber erzählen, wenn ich Dich wiedersehe. 

Wir sind einen langen Weg gegangen. 

Oh, ich werde Dir alles darüber erzählen, wenn ich Dich wiedersehe. 

Wenn ich Dich wiedersehe… 
Wiz Khalifa, Charlie Puth - See you again 

 

 

Gebet: 

 

Barmherziger Gott, immer wieder begegnen wir erschöpften Menschen, die zusammenbrechen und keine Energie mehr haben wieder aufzustehen.  Wir denken an die Opfer von Kriegen, die von Tod und Zerstörung betroffen sind. An Menschen, die die Hoffnung verloren haben, verzweifelt und alleine sind. Wir bitten für alle, dass du ihnen beistehst.  

Amen

 

Station 8: Jesus ist auferstanden von den Toten

Zur Vergrößerung Bild anklicken.

Der Engel sagte zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. Er ist nicht hier; denn er ist auferstanden,  wie er gesagt hat.“. 

Matthäus 28,5-6 

 

 

Gedanken zum Bild: 

 

Ein neuer Tag beginnt nach allem Leid. Durch den Sonnenaufgang und die aufgehenden Osterglocken wirkt das Bild wie ein Neuanfang. Es strahlt Wärme aus und gibt Hoffnung. 

Die Künstlerin hat bei diesem Bild Jesus in Form eines Schattens in den Vordergrund gerückt. Er erscheint nun in einer neuen Gestalt, etwas Neues hat begonnen. Die verschiedenen Stadien der drei Osterglocken weisen auf das Leben und seine Vergänglichkeit hin. Die Auferstehung Jesu zeigt aber, dass es nicht mit dem Tod endet, sondern wir Menschen eine Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod haben dürfen. 

 

 

Impulse und Fragen: 

 

  • Glauben Sie an ein Leben nach dem Tod? 

  • Die Auferstehung Jesu ist nicht leicht zu verstehen. Wie?denken Sie darüber?? 

 

 

Lied: 

 

Das neue Morgenrot erglüht, 
Der Jubel durch die Lüfte zieht, 
und Freude füllt das Erdenrund, 
die Hölle knirscht im tiefsten Grund. 
Halleluja, Halleluja. 
 
Gehemmt sei nun der Tränen Lauf, 
Es höre alle Trauer auf, 
Der Heiland lebt, der Herr erstand, 
ein Engel rufts im Lichtgewand. 
Halleluja, Halleluja.  

GL 859 

 

 

Gebet: 

 

Allmächtiger gütiger Gott und Vater! 

Wir danken dir, dass du durch die Auferstehung deines Sohnes Jesus Christus dem Tod die Macht genommen hast und uns die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod bei dir gibst.   

Wir bitten dich: 

Mach uns bereit diese Botschaft mit offenen Ohren zu hören und voller Freude zu rufen: „Der Herr ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden.“ 

Amen

 

Schlussgebet

 

Jesus gibt uns die Gewissheit, dass er über alle seine schützende Hand hält. Er nimmt jeden von uns so an, wie wir sind, auch mit unseren Fehlern und Schwächen.
Darum dürfen wir ihn bitten: Höre uns, Jesus, du Sohn Gottes. 

 

Wir möchten Sie einladen, den diesjährigen Kreuzweg nun noch mit dem Gebet abzuschließen, das uns Jesus selbst gelehrt hat:  

Vater unser im Himmel 

Geheiligt werde dein Name. 

Dein Reich komme. 

Dein Wille geschehe, 

wie im Himmel, so auf Erden. 

Unser tägliches Brot gib uns heute. 

Und vergib uns unsere Schuld, 

wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. 

Und führe uns nicht in Versuchung, 

sondern erlöse uns von dem Bösen. 

Denn dein ist das Reich 

und die Kraft und die Herrlichkeit 

in Ewigkeit.  

 

Amen 

 

 

Hier endet nun der diesjährige Kreuzweg, der durch die Klasse 9a in Zusammenarbeit mit Caroline Ulmar entstanden ist.  

Wir hoffen, Sie konnten Neues entdecken und können inspirierende Gedanken mit nach Hause nehmen. 

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr und wünschen ihnen einen angenehmen Nachhauseweg. 

Gott befohlen.

 

 

Termine