Süßer Lohn nach anstrengenden Schulwochen

Es klingelt und trötet. Um den Schulpavillon kommt Marios Eiswagen gefahren, bleibt unter der imposanten Rotbuche auf dem Schulcampus des Lichtenstern-Gymnasiums stehen und alle Lehrer und Mitarbeiter blicken sich verdutzt an. Schoko, Vanille, Erdbeere, Zitrone oder Melone – für jeden gibt es an der diesjährigen Abschlusshocketse Eisgenuss nach Wahl, natürlich unter Einhaltung der Corona bedingten Abstands- und Hygieneregeln.

 

Die Idee zum Eiswagen entstand bei der letzten Fördervereinssitzung. Alle Vorstandsmitglieder waren sich einig, dass sich dies die Lehrer und Mitarbeiter der Sachsenheimer „Schule im Park“ absolut verdient hätten, denn groß war die Dankbarkeit über das vielfältige und damit umfangreiche pädagogische Angebot am Sachsenheimer Gymnasium. Bereits nach zwei Wochen Schulschließung waren alle Schülerinnen und Schüler über das Lernmanagementsystem Teams mit Lehrern und Mitschülern im virtuellen Unterrichtsaustausch. Dabei war Schulleiter Reinhart Gronbach ständig um Verbesserungen bemüht und sein Kollegium zog eisern mit. Bis zu den Pfingstferien galt so Unterricht nach Stundenplan. „Für Schülerinnen und Schüler wie für das Lehrerkollegium eine anstrengende Zeit, aber v.a. ein Lernangebot, das die gewohnte Tagesstruktur aufrechterhielt und die Betreuungssituation in den Familien entlastete“, meint Schulleiter Gronbach im Rückblick. Dabei half auch die Ausgabe von Leihgeräten des Kreismedienzentrums und aus den schuleigenen Beständen.


Nach den Pfingstferien folgte Unterricht im gruppenweisen Tageswechsel bei gleichzeitiger Zuschaltung der jeweiligen Schülerinnen und Schüler im Homeschooling. Auch in dieser Form konnten alle Schüler am täglichen Unterricht teilnehmen und wurden Präsentationen oder Hausaufgaben über Teams und Speakerphone von zuhause aus vorgetragen. So machten es auch die Lehrer*innen, die als Risikopersonen über Wochen von zuhause aus in den extra eingerichteten Fernlernräumen unterrichteten.

 

„Ich hätte nicht gedacht, dass wir trotz Schulschließung und anschließend eingeschränktem Schulbetrieb dieses Unterrichtsniveau halten können. Die Vorbereitung ist umfangreicher und die Belastung eindeutig höher“, so die Erkenntnis am Lichtenstern-Gymnasium. Trotz spätem Abitur wurde bis in die letzte Schulwoche unterrichtet, denn Studienfahrten, Ausflüge, Projekte und Exkursionen mussten ausfallen.
Am Lichtenstern-Gymnasium wie an den anderen Schulen im Land hofft man nun sehr, dass der angedachte Regelbetrieb nach den Ferien tatsächlich umgesetzt werden kann und die Reisesaison zu keiner Verschärfung der Coronasituation führt.
„Wir werden uns gut vorbereiten, damit wir für alle Eventualitäten eine schnelle und pragmatische Lösung bieten können“, meint Reinhart Gronbach und ist dabei auch stolz auf sein Kollegium, das sich diese Extraportion Eis mit ihrem Einsatz in den zurückliegenden Schulwochen redlich verdient hat.