Das FLOW-Raumkonzept

FLOW-Raumkonzept

Wie oben bereits erwähnt, spielt die freie Wahl des Lernraumes in unserem FLOW-Konzept von Anfang an eine große Rolle.
Neben den Klassenzimmern stehen weitere Lern- bzw. Arbeitsbereiche zur Verfügung. Zu Beginn des Schuljahres bzw. nach dem Trainingslager in Klasse 5 starten alle Schülerinnen und Schüler am FLOW-Tag im Bronze-Level. Die Schülerinnen und Schüler bekommen einen Vertrauensvorschuss und können wählen, ob sie im Klassenzimmer oder den Fluren vor den Klassenzimmern arbeiten möchten. Sollten die SuS Probleme haben, die Aufgaben ord-nungsgemäß zu bearbeiten, ist ein „Abstieg" in das Basis-Level möglich und die entsprechende Schülerin bzw der entsprechende Schüler muss dann die Missionen im Klassenzimmer unter Anwesenheit einer Lehrkraft oder ggf. einer anderen Aufsichtsperson erledigen. Wenn Schülerinnen und Schüler bewiesen haben, dass sie ihre Missionen in den verschiedenen Fächern im Flurbereich vor den Klassenzimmern eigenverantwortlich sehr gut lösen konnten, erhalten sie die Erlaubnis, in der nächsten Stufe (Silber-Level) die Flurbereiche zu verlassen und in abgetrennten Räumen zu arbeiten. Den Schülerinnen und Schülern wird in dieser Stufe noch mehr Vertrauen entgegengebracht, da sie nun weg von den Klassenzimmern in einem eigenen Raum lernen und arbeiten dürfen. Als letzte Stufe der Raumwahl (Gold-Level) ist das Lernen und Arbeiten im Freien vorgesehen, bei dem die Schülerinnen und Schüler sich auf dem gesamten Schulgelände einen geeigneten Arbeitsplatz im Freien suchen dürfen.
Damit die Lehrkräfte aber jederzeit wissen, wo sich welche Schülerinnen und Schüler aufhalten, müssen die Schülerinnen und Schüler einen personalisierten Magneten im Klassenzimmer auf einer Magnettafel in den entsprechenden Lernraum setzen. Um auf den ersten Blick zu sehen, ob alle Schülerinnen und Schüler in einem Lernbereich sind, zu dem sie die Erlaubnis haben, bekommen die Schülerinnen und Schüler entsprechende Karten, die sie immer gut sichtbar an ihrem Arbeitsplatz anbringen müssen.
In den neuen Lernräume wurden mit verschiedenen Möbeln verschieden Bereiche, z.B. für Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit geschaffen. Viele Möbel sind unabhängig davon aber auch sehr flexibel einsetzbar und leicht zu verstellen.
Unabhängig von unserem FLOW-Konzept können alle Möbel auch außerhalb des FLOW-Tages für den Unterricht, aber auch in den Pausen genutzt werden und stehen somit von Anfang an den Schülerinnen und Schülern zur Verfügung.

Bericht über die Entstehung der neuen Lernräume

Vollbesetzt war das Schulfoyer, als der ganzen Schulgemeinschaft durch Kirchenrätin Ursula Kannenberg der Abschluss des Einbaus und der neuen Schulmöbel bekanntgegeben und das gesamte Möbelkonzept von Innenarchitektin Isabell Ehring vorgestellt wurde. Viel Planung war in dieses Projekt geflossen, bei dem Ehring die Architektur der Schule in Winkeln, Längenverhältnissen und Farbgestaltung eingearbeitet hatte und mit viel Grün zu einer harmonische Gesamtkonzeption brachte.
Rund um das Lernen braucht es Raum. Dieser sollte zum Lernen einladen. Die Lernumgebung sollte Lust auf Lernen machen. Nicht ohne Grund nannte der Pädagoge Malaguzzi (1920-1994) den Raum als „dritten Pädagogen". Gerade als Ganztagesschule fühlen wir uns dieser Aussage verpflichtet, für unsere Schülerinnen und Schüler Lernumgebungen zu schaffen, in denen sie sich wohlfühlen können und ihrer Kreativität freien Lauf lassen. In unseren Pavillons haben wir Lern- und Aufenthaltsnischen geschaffen, in denen Lernen und Entspannen zusammenfinden. Gerade in Phasen eigenverantwortlichen Lernens können sich Schülerinnen und Schüler ihr Lernsetting wählen oder auch gestalten. Auf Hockern, in den Sitzregalen, auf Podesten oder coolen Barhockern – was die Kreativen in diesem Sommer bei uns geschaffen haben, ist einmalig. In vielen intensiven Sitzungen kamen Schülerinnen und Schüler, Lehrer, Eltern mit den verantwortlichen Mitarbeitern unserer Schulträgerin und der Innenarchitektin zusammen und ließen ein spannendes und einmaliges Möblierungskonzept entstehen.
Sitznischen, kleine Tische, Beleuchtungselemente mit ansprechenden und schalldämmenden Lampen, Vorhänge und ergänzendes Mobiliar zeichnen unsere Selbstlernbereiche aus. Ob in Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit gelernt wird – alles ist möglich.
Neben der Funktion als Lernraum finden die „Lerninseln" großen Zuspruch als Aufenthaltsbereiche, denn als gebundene Ganztagesschule müssen wir auch hierfür Raum schaffen, damit Entspannung und Freizeit neben den zahlreichen Angeboten an Neigungsgruppen ihren Platz hat.

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