FLOW – Ein Konzept des Offenen Lernens am ELGS

FLOW

Das Akronym FLOW bedeutet aufgelöst "Free Learning On Wednesdays" und zeigt, dass am ELGS mittwochs immer "frei", also eigenverantwortlich, gelernt wird.
Der Begriff "Flow", geprägt von Mihály Csíkszentmihályi, steht in der Psychologie für einen Lern- bzw. Arbeitsfluss, in dem man weder unter- noch überfordert ist, ein verändertes Zeiterleben hat und eine stark fokussierte Konzentration auf die Tätigkeit hat. Alles Ziele, die wir gerne mit unserem Konzept erreichen würden.
In FLOW steckt aber auch noch die Abkürzung "LO", die am ELGS für das Fach "Lernorganisation" steht. LO gibt es am ELGS schon seit einiger Zeit, aber mit dem FLOW-Konzept werden neue Inhalte aufgenommen und die Verzahnung mit anderen Fächern wird verbessert.

Wir sind uns sicher, dass wir neben den fachspezifischen Zielen auch weitere allgemeine Bildungsziele und Kompetenzen in den Fokus nehmen müssen, um unsere Lernenden gut auf ihr zukünftiges Leben vorzubereiten. Wichtig erscheinen uns in diesem Zusammenhang insbesondere folgende Punkte:

• Selbstständigkeit

• Selbstwirksamkeit

• Selbstorganisation

• Selbstreflexion

• Selbsthilfe

• Beurteilung des eigenen Lernprozesses

• Feedbackkultur

• Kreativität

• Konzentration und Ausdauer                             

• Teamfähigkeit und Rücksichtnahme

• Verantwortungsübernahme

• Handlungsorientierung

• Produktorientierung

• Werteorientierung

• Kommunikationsfähigkeit

• Kritisches Denken

• Demokratiefähigkeit

• fächerverbindendes Lernen

Durch die Veränderung einzelner Unterrichtsstunden zu einem Tag des Offenen Lernens können die genannten Bildungsziele und Kompetenzen unserer Meinung nach besser erreicht werden als im „klassischen" Unterricht.

Was verstehen wir unter dem Begriff „Offenes Lernen"?
Wir haben uns für einen weiten Begriff des Offenen Lernens entschieden, wie ihn z.B. Wulf Wallrabenstein formuliert hat. Dies erfordert nicht den radikalen Umbau des gesamten Unterrichts, aber es gibt Lehrkräften die Möglichkeit in einzelnen Bereichen den Unterricht zu öffnen. Offener Unterricht ist ein „Sammelbegriff für unterschiedliche Reformansätze in vielfältigen Formen inhaltlicher, methodischer und organisatorischer Öffnung mit dem Ziel eines veränderten Umgangs mit dem Kind auf der Grundlage eines veränderten Lernbegriffs". (Wallrabenstein 2001, S. 54)

Diese Öffnung kann nach Peschel (2002) in verschiedenen Dimensionen von Unterricht stattfinden:

  • Organisatorische Offenheit – Öffnung von Raum, Zeit und Sozialformen
  • Methodische Offenheit – Öffnung der Lernwege
  • Inhaltliche Offenheit – Öffnung der Fächer und Themen
  • Soziale Offenheit – Öffnung zu Mitbestimmung, Demokratie und gegenseitigem Austausch
  • Persönliche Offenheit – Öffnung zu einem L-S-Verhältnis auf Augenhöhe

In unserem aktuellen FLOW-Konzept, bei dem immer mittwochs das offene Lernen im Vordergrund steht, wollen wir mit der organisatorischen Öffnung beginnen. Dazu werden am FLOW-Tag die Unterrichtsstunden aufgehoben und die SuS können die Reihenfolge der zu bearbeitenden Fächer frei wählen. Auch das Zeitmanagement liegt an diesem Tag bei den SuS und die SuS können innerhalb eines Graduierungskonzeptes auch den Lernraum frei wählen. Ändern wird sich am FLOW-Tag auch die Rolle der Lehrkraft, die keine Instruktionen gibt, sondern als Lernbegleitung auftritt. Zugleich ändert sich aber auch die Rolle der SuS. Durch das Offene Lernen müssen die SuS ihre oftmals ausgeprägte Konsumentenhaltung im Unterricht verlassen und mehr Verantwortung für ihr eigenes Lernen übernehmen.
Unser Ziel ist es, dass zum Schuljahr 30/31 in allen Klassen von 5 – 11 immer mittwochs Offenes Lernen nach unserem FLOW-Konzept stattfindet. Im Verlauf der einzelnen Klassen soll dann eine schrittweise Öffnung weiterer Dimensionen, z.B. die Öffnung der Lernwege oder die Öffnung von Fächern und Themen, stattfinden.

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